30 Juni 2007

hue

Vietnam. In der Kaiserstadt Hue trafen wir meinen ehemaligen Kollegen Rolf und seine Freundin Katrin, die ebenfalls drei Wochen in Vietnam verbringen. Zu viert testeten wir die Kueche von Hue, das lokale Bier und erkundeten den Kaiserpalast, welcher nach dem chinesischen Vorbild der "Verbotenen Stadt" angelegt ist.

Darueber hinaus stand eine ganztaegige Bootsfahrt entlang des Parfuemflusses auf unserem Programm, bei der wir unter anderem die eindrucksvollen Grabanlagen der vietnamesischen Kaiser besichtigten.

Rueckblickend war es wirklich sehr schoen mal wieder etwas Zeit mit bekannten Gesichtern zu verbringen und ueber den neuesten Klatsch und Tratsch aus Leipzig informiert zu werden.

27 Juni 2007

hoi an

Vietnam. So ziemlich jeder Vietnam-Tourist schwaermt in den hoechsten Toenen von der Kuestenstadt Hoi An und auch wir schliessen uns dieser Lobeshymne uneingeschraenkt an.

Den historischen Handelshaeusern, kleinen Museen, zauberhaften Cafes und der relaxten Atmosphaere von Hoi An kann wohl keine anderen Stadt in Vietnam Paroli bieten. Beim Schlendern durch die romantischen Gassen des Kuestenstaedtchens war es fuer uns leicht nachzuvollziehen, warum Hoi An zum UNESCO Weltkulturerbe zaehlt.

Der vom Stadtzentrum circa vier Kilometer entfernte und gut per Fahrrad erreichbare Cua-Dai Strand ist zweifelsohne das "i-Tuepfelchen" von Hoi An. Nach unserem Stadtspaziergang und auch im Anschluss an die Besichtigung der Cham-Ruinen von My Son liessen wir hier unsere Tage wunderschoen ausklingen.

23 Juni 2007

nha trang

Vietnam. Die besten Tauchgruende Vietnams findet man an der Kueste von Nha Trang, wo mehr Korallenarten existieren als in der gesamten Karibik. Ein Bootsausflug fuehrte uns zu den Korallenriffen der Insel "Mun", wo Steffi schnorchelte und ich zur Tauchausruestung griff.

Zurueck an Land flanierten wir entlang der fuenf Kilometer langen, von Palmen gesaeumten Promenade der Stadt Nha Trang und genossen den Blick auf unsere Tauchgruende. Ausserdem vergnuegten wir uns im Thermalzentrum von Thap Ba bei einem Schlammbad und in sehr heissen Mineralquellen.

Neben unseren Unterwassererlebnissen wird uns der Besuch im Bistro "Checkpoint Charlie" unvergesslich bleiben. Nach neun beziehungsweise sechs Monaten gab es endlich mal wieder deutsches Essen. Wir sind absolut davon ueberzeugt, dass es in ganz Indochina keinen besseren Kartoffelsalat gibt und auch die Brat- sowie Currywuerste waren ein Gedicht!

22 Juni 2007

da lat

Vietnam. Wir fuehlten uns fast wie Zuhause im zentralen Hochland von Vietnam. Die von Nadelwaeldern und kleinen Bergseen umgebene Stadt Da Lat haette auch genauso gut im Harz liegen koennen.

Wenn man allerdings die hiesige Landwirtschaft betrachtet, sind doch grosse Unterschiede zu der Region um den Brocken festzustellen. Fuer uns war es sehr interessant die Pfeffer-, Kaffee- und Teeplantagen zu besichtigen, welche die Agrarflaechen von Da Lat praegen und deren Fruechte zu den Exportschlagern Vietnams zaehlen.

Schliesslich wurde uns hier bewusst, wie sehr wir das deutsche Wetter mit den kuehleren Temperaturen und der geringen Luftfeuchtigkeit vermissen. Im Austausch dafuer wuerden wir sofort den ein oder anderen Sonnentag opfern ;-)

19 Juni 2007

mui ne

Vietnam. Das kleine Fischerdorf Mui Ne wurde erst in den letzten Jahren vom vietnamesischen Fremdenverkehr entdeckt. Hinzu kommt, dass hier gerade Nebensaison ist und so hatten wir den riesigen Pool des erst sechs Monate alten Sunny Beach Resorts komplett fuer uns allein.

Obwohl Mui Ne in erster Linie mit breiten Sandstraenden assoziiert wird, konnten wir uns eher fuer die Naturwunder im Landesinneren der Region begeistern. Beispielsweise wird fuer uns der Anblick des "Weissen Sees" mit seinen Lotusblueten vor einer wuestenaehnlichen Kulisse unvergesslich bleiben.

Des Weiteren besichtigten wir den idyllischen Hafen von Mui Ne mit seinen unzaehligen Fischerbooten und wateten entlang eines Flusslaufes, der sich seinen Weg entlang farbenfroher Sandsteinformationen gebahnt hat.

Zu guter Letzt besuchten wir eine Miniaturausgabe der Namib und fanden uns in einem durch Erosion geschaffenen Tal wieder, das mich an den Bryce-Canyon-Nationalpark erinnerte. Mit der Vielschichtigkeit von Mui Ne kann es aus unserer Sicht so leicht kein anderer Ort in Suedostasien aufnehmen.

16 Juni 2007

mekong-delta

Vietnam. Im Suedwesten Vietnams muendet der Mekong in das Suedchinesische Meer und bildet ein Netz aus Flussarmen sowie Kanaelen, das eine Vielzahl von Inseln entstehen laesst. Auf diesen Eilanden wanderten wir ueber sogenannte Affenbruecken, besichtigten eine Obstfarm, einen Imkerbetrieb sowie sehr interessante Reis- und Nudelfabriken.

Den Hoehepunkt unserer zweitaegigen Mekong-Expedition bildete der Besuch eines schwimmenden Marktes. Die Holzboote der Haendler wirkten aeusserst surreal und haetten auch an der Seite von Kevin Costner im Film "Waterworld" eine gute Figur abgegeben.

Schliesslich assen wir hier die beste Mango unseres Lebens und genossen das lebendige Markttreiben mit einer Ananas in der Hand auf dem "Aussichtsdeck" eines altersschwachen Handelsbootes.

ho-chi-minh-stadt (saigon)

Vietnam. Ho-Chi-Minh-Stadt, besser bekannt als Saigon, war unser erster Anlaufpunkt in Vietnam. Die Metropole ist Wirtschaftszentrum sowie groesste Stadt des Landes und hat ein paar nette Kolonialgebaeude der Franzosen aufzubieten. Darueber hinaus koennen wir einen Besuch im Kriegsmuseum und im ehemaligen Praesidentenpalast Suedvietnams empfehlen.

Weitaus spektakulaerer waren jedoch die Tunnel von Cu Chi, in denen sich tausende Soldaten des Vietcong versteckt hielten. Zu Kriegszeiten hatte das Tunnelnetz eine Gesamtlaenge von circa 200 Kilometern und erstreckte sich auf drei Ebenen mit unterschiedlichen Tiefen.

Der ambitionierte Tourist kann hier auf 100 Metern eine bequemere, da doppelt so breite/hohe, Version der Originaltunnel entlangkriechen und sich wie ein vietnamesischer Guerillakrieger fuehlen. Alternativ kann man auch eine M16 mit scharfer Munition ausleihen und Rambo spielen. Dies ging uns dann aber doch etwas zu weit...

12 Juni 2007

sihanoukville

Kambodscha. Das einzige halbwegs fuer den Tourismus erschlossene Kuestenstaedchen in Kambodscha waehlten wir als Kurort fuer unsere verdorbenen Maegen. Nach zwei Tagen unter einem Sonnenschirm war auch Steffi wieder auf ihren Beinen und bereit fuer die unwiderstehlichen Grillabende am Sandstrand von Sihanoukville.

Wo sonst auf der Welt bekommt man einen frischen Grillteller mit zwei Riesengarnelen, einem Barracudafilet, zwei kleinen Tintenfischen, einem Salat, Knoblauchbrot und Pommes Frites fuer drei US Dollar? Dies alles wird direkt am Strand mit herrlichem Blick auf die einheimischen Fischerboote serviert und passt vorzueglich zu einem kuehlen Angkor-Fassbier fuer schlappe 50 US Cent.

Schliesslich bildete Sihanoukville den idealen Ausklang fuer unsere Reise durch Kambodscha, welches ein wahrlich abenteuerliches Land ist und fuer uns unvergesslich bleiben wird.

09 Juni 2007

phnom penh

Kambodscha. Die Hauptstadt Kambodschas hat den Ruf eine der schoensten Metropolen Indochinas zu sein und bezauberte uns mit vielen charmanten Gebaeuden aus der franzoesischen Kolonialzeit.

Weniger charmant waren die Folgen eines Restaurantbesuches, bei dem wir einen auf den ersten Blick recht leckeren Cheeseburger verdrueckten. Steffi holte sich hier eine ziemlich ueble Lebensmittelvergiftung und hing am naechsten Tag mit 40 Grad Fieber fuer circa 18 Stunden am Tropf im Hotelzimmer, der sie mit Fluessigkeit und einem Antibiotikum versorgte.

Nachdem die Medikamente ihre Wirkung zeigten und es Steffi wieder besser ging, besuchten wir den Koenigspalast und die stummen Zeugen, welche an die grausamen Taten der Roten Khmer erinnern. Die Atmosphaere der Massengraeber von Choeung Ek war bereits sehr bedrueckend und wurde dennoch von dem Tuol Sleng Museum in den Schatten gestellt. Urspruenglich als Schule errichtet, diente es spaeter den Roten Khmer als Sicherheitsgefaengnis sowie Folter- und Exekutionsstaette.

06 Juni 2007

provinz ratanakiri

Kambodscha. Es war nicht einfach die Provinzhauptstadt Ban Lung im aeussersten Nordosten des Landes ueberhaupt zu erreichen und sich anschliessend dort fortzubewegen. Beispielsweise blieben wir waehrend eines Regenschauers mit dem Bus im Dschungel stecken und bei Trockenheit riskierten wir eine Staublunge auf den Ruecksitzen zweier Mopeds.

Aufgrund dieser schlechten Anbindung an das ohnehin marode Verkehrsnetz von Kambodscha verirren sich nur wenige Besucher nach Ratanakiri. Deshalb konnten wir die vom Dschungel umgebenen Naturwunder der Provinz voellig ungestoert geniessen und badeten unter Wasserfaellen sowie in einem kristallklaren Kratersee.

Mit den bunten Traditionen der hier lebenden Volksgruppen ist Ratanakiri auch kulturell sehr reizvoll. So besuchten wir die weit abgelegenen Doerfer von ethnischen Minderheiten mit laotischer und chinesischer Abstammung sowie die vom Dschungel verschlungenen Graeber der Tompuon. Letztere bilden die perfekte Kulisse fuer einen Horrorfilm und sind fuer unseren Weltreise-Blog eindeutig zu gruselig...