Malaysia. Nach unserer Ankunft auf dem malaiischen Teil der Insel Borneo machten wir uns direkt auf den Weg zum groessten Berg Suedostasiens. Natuerlich wollten wir den Mount Kinabalu nicht nur vom Tal aus besichtigen, sondern den Granitfelsen in einer Zweitagestour besteigen.
Am ersten Tag machten wir uns mit einem einheimischen Fuehrer, namens Julius, auf den Weg zu den in 3300 Meter gelegenen Laban-Rata-Huetten. Der Aufstieg gestaltete sich schwieriger als gedacht, da wir fast durchgaengig von monsunartigen Regenfaellen begleitet wurden. Oben angekommen waren wir plitschnass, durchgefroren und verfluchten André, der uns diesen Floh ins Ohr gesetzt hatte ;-)
Nach einer viel zu kurzen Nacht ging es gegen zwei Uhr morgens auf die letzte Etappe, um den ersten Sonnenstrahl vom Gipfel des Berges zu erhaschen. Es war stockfinster und sehr rutschig, weshalb Steffi die richtige Entscheidung traf und in meiner Begleitung zur Huette zurueckkehrte. Zusammen mit Julius startete ich erneut und erreichte die Bergspitze als erster Kletterer des Tages. Sturm und Eiseskaelte vertrieben mich jedoch noch vor dem Sonnenaufgang, der stattdessen die erste Etappe des Abstieges aeusserst spektakulaer in Szene setzte.

Den Weg von Laban-Rata bis zum Tal bestreiteten wir wieder zusammen und erfreuten uns an der wundervollen Landschaft, die uns beim Aufstieg durch Nebel und Wolken verborgen blieb. Unten angekommen waren wir mehr als erschoepft und haben nun den Muskelkater unseres Lebens.