30 Dezember 2006

riviera maya

Mexiko. Unser erstes Ziel im noerdlichen Yucatán war die mexikanische Urlauberhochburg Playa del Carmen; ein wahrlicher Kulturschock nach unserer Zeit in den touristisch wenig erschlossenen Gebieten Mittelamerikas. Eines muss man der Spring-Break-Metropole jedoch zugestehen: Die unzaehligen Bars bieten ein sehr breites Sortiment und erweiterten meinen Horizont hinsichtlich guter Cocktails um den Ochos Rochos alias Red Eye - sehr zu empfehlen!


Einen weiteren Stop legten wir bei den Maya Ruinen von Tulúm ein, die fuer ihre aussergewoehnlich schoene Lage an der karibischen Kueste bekannt sind. Einem Vergleich zu Tikal oder Copán koennen sie jedoch rein archeologisch nicht standhalten und durch die Besuchermassen kommt man sich vor wie in Disneyland.

Trotz des Massentourismus ist man auch an der Riviera Maya immer noch in Mittelamerika. Dies habe ich soeben am eigenen Leibe erfahren muessen, als ich einen Friseurladen besuchte. Egal was man dem Coiffeur erklaert, der eh zu Allem "Si, Senior!" sagt: Hier gibt es nur einen Haarschnitt und ich sehe jetzt aus wie vor zehn Jahren bei der Bundeswehr.

25 Dezember 2006

weihnachten mal anders

Belize. Dieses Jahr hatten wir das wohl ungewoehnlichste Weihnachtsfest unseres Lebens. Um nicht in Wehmut zu verfallen, waren wir den gesamten Tag auf See mit dem Ziel das Blue Hole zu ertauchen. Das durch Jacques Cousteau bekannt gewordene Naturwunder ist eine ehemalige Hoehle, die vor tausenden Jahren einstuerzte als das sie umgebende Land im Meer versank. Wir sind bis auf 47 Meter Tiefe abgetaucht, zwischen versunkenen Tropfsteinen in glasklarem Wasser umhergeschwommen und wurden - naeher an der Oberflaeche - von einer Schaar Riffhaie begleitet.


Nach einem zweiten Tauchgang im Korallenriff machten wir Mittagspause auf der Half Moon Caye, einer karibischen Trauminsel mit nur 14 Einwohnern und einem paradisischen Sandstrand. Dennoch war es ein sehr komisches Gefuehl, am Heiligabend bei 30°C unter einer Palme zu liegen. Weihnachten Zuhause ist doch am schoensten!


Anschliessend tauchten wir noch ein drittes Mal im sehr fischreichen Barriereriff bei fantastischen Sichtverhaltnissen und waren nach knapp zwoelf Stunden wieder auf Caye Calker. Dort angekommen musste ein karibischer Hummer als Ersatz fuer die Weihnachtsgans herhalten und rueckblickend war dieser Austausch gar nicht so schlecht ;-)

24 Dezember 2006

caye caulker

Belize. Bereits nach knapp drei Monaten Weltreise hat man manchmal Bedenken, die schon gesehenen Orte kaum noch toppen zu koennen. Dieser Gedanke ist jedoch meist fehl' am Platz, was Caye Caulker erneut bestaetigte. Die karibische Insel Caye Caulker liegt vor der Kueste von Belize City, direkt am zweitgroessten Barriereriff der Welt und war definitiv einer der Hoehepunkte unserer bisherigen Reise.


Die bunten Holzhaeuser, winzigen Strandbars, ueberall herumfahrenden Golfcarts, unzaehligen Palmen und die lockere Atmosphaere auf der kleinen Koralleninsel sind kaum zu uebertreffen - zumindest solange man nicht unter Wasser geht. Wir sind jedoch umgehend per Schnorchel abgetaucht und haben innerhalb weniger Stunden mehr erlebt als auf allen sechs Tauchgaengen in Honduras. Riffhaie sind um uns herumgeschwommen und in zehn Metern Tiefe konnte ich mehrere Muraenen bestaunen, wie diese auf der Jagt nach kleinen Fischen waren. Das Highlight des Schnorchelausfluges war es jedoch die breiten, flachen Brustflossen von Stachelrochen zu beruehren, die uns in einem circa 30 Tiere umfassenden Schwarm umkreisten.


Etwas relaxter aber nicht weniger aufregend war unser Angelausflug, bei dem ich gleich zwei Barracudas und einen Snapper fing. Die Fische landenten allesamt auf dem Grill und wurden von unserem Hoteljungen, Eoin und mir zum Abendessen verspeist.

21 Dezember 2006

tikal

Guatemala. Tikal ist eine antike Stadt der Maya, deren erste Siedlungsspuren bis ins siebente Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung zurueckreichen. Im Vergleich zu Copán in Honduras sind die Ruinen des guatemalischen Tikal wesentlich imposanter und das zu besichtigende Areal ist ungleich groesser.

Das Besondere an Tikal ist jedoch dessen Lange in den Regenwaeldern des noerdlichen Guatemalas, deren Flora und Fauna dem Ort eine mystische Grundstimmung verleihen. Dies wusste auch schon George Lucas zu schaetzen und filmte hier vor Ort die Szenen der Massassi Rebellenstation aus Star Wars IV. Letzlich war es fuer uns mindestens genauso aufregend auf den Spuren von Luke Skywalker zu wandern als die Historie der antiken Maya-Hochkultur zu erkunden.

[vgl. http://www.baudelet.net/voyage/guatemala/tikal.htm]

volcan pacaya

Guatemala. Eigentlich wollte ich ja schon vor ein paar Tagen einen der aktivsten Vulkane Mittelamerikas in der Naehe von Antigua besteigen. Allerdings ueberschnitt sich mein Termin mit einer Weihnachtsfeier der Mitarbeiter des Nationalparks, zu der ich nicht eingeladen war. Schliesslich versuchte ich es erneut und konnte Vorgestern bei geoeffnetem Nationalpark den Vulkan Pacaya erfolgreich erklimmen.

Tolles Bild, was? Ok, ich will mal ehrlich bleiben: Das ist nur abfotografiert, weil es fuer eigene Bilder auf dem Gipfel des Vulkans zu nebelig war. Trotz schlechter Sicht und der Gefahr seine Wanderschuhe zu verschmoren war es ein kleines Abenteuer auf erst neulich erstarrter Lava umherzulaufen. Ab und zu gab es gluehende Risse in der Oberflaeche des nicht komplett erkalteten Lavastroms und ein paar Amis grillten darin auch sogleich ihre geliebten Marshmallows.

18 Dezember 2006

lago de atitlán

Guatemala. Insgeamt vier Tage verbrachen wir in der landschaftlich auesserst speaktakulaeren Region des guatemalischen Hochlands am Lago de Atitlán. Der Ausblick auf die den Katersee umgeben drei Vulkane ist einfach atemberaubend! Die Szenerie wird durch kleine, am Ufer liegende Siedlungen der Maya komplettiert und laed zum Wandern sowie Radeln ein.



In besonders abgelegenen Ortschaften ist man die Dorfattraktion nummer eins und wird von Kindern regelrecht verfolgt, die Ihrer Haptik im Vergleich zur optischen Wahrnehmung scheinbar mehr vertrauen schenken. Die hier lebenden Nachfahren der Maya sind den wenigen Touristen gegenueber sehr aufgeschlossen, unglaublich freundlich und geben dem Lago de Atitlán einen besonderen Charme.



Einen der Abende verbrachten wir zur Abwechslung mal vor dem Fernseher und schauten doch tatsaechlich einen deutschsprachigen Film auf HBO Guatemala. Extrem lustig war es, Eoin all die typisch deutschen Gewohnheiten in "Schulze gets the blues" zu erlaeutern.

13 Dezember 2006

antigua

Guatemala. Antigua liegt in einem kleinen Tal, besteht aus wundervoll restaurierten Kolonialbauten, netten Parkanlagen und aehnelt dem etwas groesseren Granada in Nicaragua. Durch ein schweres Erdbeben wurde Antigua anno 1773 fast vollstaendig zerstoert und verlor drei Jahre spaeter den Status der Hauptstadt Guatemalas. Die Spuren dieses und weiterer Beben praegen das Bild Antiguas bis heute. Als Besucher kann man eine Vielzahl von Ruinen besichtigen, wobei die zerstoererische Gewalt der Erdbeben kaum nachvollziehbar ist.

Ihren besonderen Charm verdankt Antigua jedoch eher den drei Vulkanen, welche die Stadt umgeben und jedes Bauwerk in den Schatten stellen. Die Besteigung des einzig noch aktiven Vulkans dieser Gruppe wird deshalb auch meine morgige Tagesaufgabe sein.

12 Dezember 2006

copán

Honduras. Copán war zur Maya-Zeit einer der bedeutendsten Stadtstaaten, ist inzwischen Weltkulturerbe und eine der wichtigsten Ausgrabungsstaetten der Maya-Hochkultur. Das Beste ist jedoch, dass Copán direkt auf unserem Weg nach Guatemala liegt und sich deshalb ein Besuch regelrecht aufgezwungen hat.


Wenn man die zum Teil wahrlich riesigen Baeume sieht, die ihre Wurzeln in die Ruinen gegraben haben, dann kann man sich annaehernd vorstellen wie weit die Epoche der Maya zurueckliegt. Fuer uns, die wir noch nicht in Aegypten waren, sind die Ueberreste der im Durchschnitt 1400 Jahre alten Bauwerke wirklich sehr eindrucksvoll.

Insgesamt verbinden wir mit Copán einen kulturell abwechslungsreichen Stop im Vergleich zu dem auf Dauer doch recht eintoenigen Strandleben an der karibischen Kueste Mittelamerikas.

08 Dezember 2006

padi open water diver

Honduras. Seit Gestern kann ich mich nun endlich auch zu den 99% der Personen auf Utila zaehlen, die einen Tauchschein besitzen. Im Anschluss an die theoretischen Pruefungen und Uebungsstunden im Pool war ich bereits auf sechs Tauchgaengen am Korallenriff, welches der Insel vorgelagert ist.

Neben Schildkroeten, Krabben, Hummern und Barracudas gab es tausende andere Fische und natuerlich die farbenpraechtigen Korallen zu entdecken. Beim heutigen Tauchgang konnte ich sogar einen (relativ harmlosen) Ammenhai aus zwei Metern Entfernung bestaunen! Es ist wirklich ein geniales Gefuel in 20 Metern Tiefe atmen zu koennen, sich annaehernd schwerelos zu bewegen und Boote oder schnorchelnde Touries auch mal von unten zu sehen.

05 Dezember 2006

utila

Honduras. Die Bay Islands bilden das suedliche Ende des zweitgroessten Korallenriffs der Welt, welches sich nordwaerts bis Belize erstreckt. Utila ist die nordlichste Insel dieses Archipels und hier dreht sich wirklich alles ausschliesslich ums Tauchen. Zudem ist jeder zweite PADI-Tauchlehrer ein ehemaliger, auf Utila ungeplant haengengebliebener Rucksacktourist. Dies kann ich zum Teil sogar nachvollziehen, da die relaxte Atmosphaere und das enge Zusammenleben mit den Einheimischen auf dieser kleinen Karibikinsel sehr angenehm ist.


Obwohl auch ich nun an einem PADI Open Water Kurs teilnehme und die Tiefen der Ozeane erkunden werde, beabsichtige ich jedoch nicht auf Utila zu bleiben - Ihr braucht also keine Angst zu haben ;-)

03 Dezember 2006

tela

Honduras. Manaus ist ein recht heisses Pflaster und wir waren froh nur einen Tag dort verbracht zu haben. Aus Sicherheitsgruenden wurden wir in der Nacht sogar von einem Einheimischen mit riesen Buschmesser und Trillerpfeife zur Busstation eskortiert.


Inklusive Zwischenstop in San Pedro Sula erreichten wir einen Tag spaeter die karibische Kueste von Honduras. Unser erstes Ziel war die Kleinstadt Tela, die fuer ihre exquisite Fischsuppe und das Ueberangebot an Hummer bekannt ist. Zu erwaehnen sind da auch noch die absolut leeren, kilometerlangen Straende an denen ich gerade "The Broker" von John Grisham verschlinge...